Wir sind alle Afrikaner!

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  • Beitrag veröffentlicht:6. Oktober 2026
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Die Klasse 7b besuchte zusammen mit Frau Atar und ihrer Klassenlehrerin Frau Bulut die Sonderausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“ im Neanderthalmuseum in Mettmann. Im Zentrum der Ausstellung standen die Wanderungen der Menschen, die schon vor 200 Mio. Jahren begann.

Der Homo eructus wanderte von Afrika aus nach Eurasien, Südostasien und Spanien aus. Aber warum ist er losgewandert? „Weil er auf der Suche nach neuen Ressourcen war“, weiß Lutz. Genau, immer dann, wenn sich klimatische Veränderungen für den Menschen ergaben, wurde er mobil. Vor 200.00 Jahren entstand im Osten Afrikas dann der moderne Mensch und in Europa lebten die Neandertaler. Sie bewegen sich, trafen und vermischten sich. Vor 7500 Jahren kamen dann aus dem Vorderen Orient weitere Menschen nach Europa. Sie bauten Häuser, wurden sesshaft und hielten Nutztiere. Ihre Werkzeuge ähneln unseren heutigen schon sehr.

Und auch heute wandern Menschen, werden an anderen Orten sesshaft als an denen, an denen sie geboren sind. Denn der moderne Mensch hat ähnliche Gründe zu wandern, wie der Homo sapiens sapinens. Menschen sind ein „Homos movens – ein sich bewegender Mensch“.  Der Klimawandel lässt viele Menschen aus ihrer Heimat fliehen, aber auch Kriege, Diskriminierungen, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung, Armut, politische Systeme und viele Gründe mehr, bewegen die Menschen dazu zu wandern. Auch, wenn die Gründe heutzutage vielleicht vielfältiger geworden sind, zeigen diese lange Tradition der Wanderbewegungen, dass Migration ein Teil der Menschheitsgeschichte ist und jeder von uns Spuren vergangener Wanderungen in sich trägt.

Nach den vielen Eindrücken der Ausstellung, konnte sich die 7b bei tollstem Sonnenschein auf dem nahegelegenen Spielplatz vergnügen, bevor sie nach einem Fussweg durch den Wald, einen Workshop zum Thema „Migration“ besuchte.

In spielerischer Weise erfuhren die Schülerinnen und Schüler, welche Hürden ein Mensch überwinden muss, wenn er an einen anderen Ort oder in ein anderes Land wandert. Nicht nur dass die Regeln des Miteinanders andere sind, so unterliegt auch das Ankommen bestimmten Phasen, vom Honeymoon über den Kulturschock bis hin zur Anpassung.

Lucie findet, dass es ganz schön schwierig ist, wenn Menschen an einen anderen Ort gehen. Lutz fügt hinzu: „Ja, es gibt nicht nur Vorteile, wenn man wandert, z.B. kann man seine Freunde verlieren.“ „Aber trotzdem,“ fügt Alexander hinzu, „auch, wenn wir alle unterschiedlich sind, sind wir alle Afrikaner.“ „Das stimmt“, pflichtet Amelie ihm bei, „wir sind alle irgendwie miteinander verwandt.“

Diese Erkenntnisse, die die Schülerinnen und Schüler gewonnen haben, zeugen davon, dass die Ausstellung deutlich gemacht hat, dass wir alle ein Mosaik unserer Geschichte sind, jeder individuell unterschiedlich, aber doch im Miteinander miteinander verbunden.

Text: Claudia Schröder
Fotos: Claudia Schröder / Hatice Atar