Neue SV-Lehrkräfte: Alexandra Birker und Adrian Campisi möchten eine Brücke zwischen Schülerschaft, Kollegium und Schulleitung schlagen

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Lehrkräfte gewählt. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden, welchen der zur Wahl stehenden Lehrerinnen und Lehrer sie ihr Vertrauen schenken und wer im kommenden Schuljahr die Schülervertretung (SV) betreuen soll.

Nach langjährigem Engagement übergeben Frau Moritz-Greif und Herr Bock diese Aufgabe an Frau Birker und Herrn Campisi.

Redaktion: Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur Wahl! Die Schulgemeinde freut sich sehr, dass ihr euch bereit erklärt habt, die engagierte SV-Arbeit weiterzuführen. Damit sich alle einen Eindruck von euch machen können, wäre es schön, wenn ihr euch kurz vorstellen würdet.

Herr Campisi: Ich heiße Adrian Campisi-Pudelski, werde dieses Jahr 46 Jahre alt und habe zwei Kinder: Luca ist 20 und meine Tochter Luana 13 Jahre alt.

Ich war selbst Schüler der Albert-Schweitzer-Realschule und habe mein Abitur an der Sophie-Scholl-Gesamtschule gemacht. Seit mittlerweile 14 Jahren unterrichte ich an unserer Schule meine beiden Lieblingsfächer Englisch und Sport. Ursprünglich habe ich Mathematik studiert, aber schnell gemerkt, dass das nicht das Richtige für mich ist.

Sport ist schon immer eine große Leidenschaft von mir, besonders Badminton und Fußball. Ich probiere aber auch gerne neue Trendsportarten aus. Ein weiteres großes Hobby ist Bayer 04 Leverkusen – der geilste Klub der Welt! Durch kostenlose Eintrittskarten, die der damalige Konrektor unserer Schule für Schülerinnen und Schüler organisierte, habe ich schnell gemerkt: Das ist meine Mannschaft! Mittlerweile bin ich seit über 30 Jahren Bayer-Fan und bei fast allen Spielen in der BayArena mit Leidenschaft dabei.

Außerdem liebe ich Italien, besonders Sizilien, und natürlich die italienische Küche. Meine Lieblingsgerichte? Pasta al Forno von meiner Schwiegermutter und Lammkoteletts!

Frau Birker: Ich bin 49 Jahre alt und habe zwei Jungs im Alter von 19 und 16 Jahren. Seit 2013 bin ich an unserer Schule tätig und insgesamt schon seit 25 Jahren Lehrerin. Zurzeit unterrichte ich die Fächer Mathematik, Physik, Evangelische Religion und Technik. Außerdem gebe ich Informatik in den Klassen 5 und 6.

Meine Freizeit verbringe ich gerne mit Lesen und mit meiner Familie. Ich bastle sehr gerne und genieße im Sommer unseren Garten. Ich esse sehr gerne italienisch, aber auch Gerichte wie Käsespätzle oder Flammkuchen schmecken mir hervorragend.

Redaktion: Die Schulgemeinde interessiert natürlich auch, warum ihr den Beruf der Lehrerin beziehungsweise des Lehrers gewählt habt.

Herr Campisi: Die Frage ist schnell beantwortet: Ich wollte es besser machen als manche meiner eigenen Lehrerinnen und Lehrer. Viele kamen mit mir als Schüler nicht besonders gut zurecht. Zugegebenermaßen war ich auch nicht immer einfach. Oft wurde geschrien oder bestraft, aber kaum jemand fragte, wie es mir ging oder was eigentlich los war.

Dabei ist es so wichtig, eine Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern aufzubauen und sich Zeit für sie zu nehmen. Auch der Unterricht war mir früher oft zu langweilig und freudlos. Ich finde, man sollte gemeinsam lachen können und nicht alles zu ernst nehmen. Genau deshalb liebe ich meinen Beruf und mache ihn bis heute gerne.

Frau Birker: Für mich stand schon früh fest, dass ich etwas mit Menschen machen wollte, am liebsten mit Kindern. Da ich mir nach dem Abitur zunächst nicht vorstellen konnte, mit älteren Jugendlichen zu arbeiten, habe ich erst einmal Grundschullehramt studiert. Als ich nach meinem Referendariat aber an einer weiterführenden Schule eingesetzt wurde, war mir schnell klar: Das ist es! Also habe ich meine Zusatzprüfungen für die Sekundarstufe abgelegt.

Ich liebe es, mitzuerleben, wie aus den Kleinen die Großen werden, Jugendliche in all ihren Lebensphasen zu begleiten und sie auf ihr zukünftiges Leben vorzubereiten. Dabei möchte ich nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch immer für sie da sein und ein offenes Ohr haben.

Redaktion: Das hört sich an, als wärt ihr mit Leib und Seele Lehrkräfte geworden. Bleibt nur noch die Frage, warum ihr euch als SV-Lehrkräfte zur Wahl gestellt habt.

Herr Campisi: Nach 14 Jahren mit Aufgaben, die sich vielfach wiederholen, hatte ich Lust auf etwas Neues und habe mich deshalb zur Wahl gestellt.

Meine Motivation ist es, den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie viele Möglichkeiten sie haben, ihre Schule aktiv mitzugestalten und zu verändern. Sie sollen lernen, sich selbst zu organisieren, eigene Ideen zu entwickeln sowie Projekte zu planen und umzusetzen.

Dabei möchte ich ihnen als helfende Hand zur Seite stehen. Ich will nicht vorgeben, was gemacht wird. Die Schülerinnen und Schüler der SV sollen, dürfen und können einen großen Beitrag dazu leisten, die Albert-Schweitzer-Realschule zu ihrer Schule zu machen!

Ich freue mich darauf, sie dabei zu begleiten, gemeinsam tolle Projekte auf die Beine zu stellen und neue Ideen umzusetzen.

Frau Birker: Ich habe mich als SV-Lehrerin zur Wahl gestellt, weil ich die SV gerne dabei begleiten möchte, ihre Vorhaben und Wünsche vorzutragen und umzusetzen. Ich möchte den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, sich aktiv und selbstständig an der Gestaltung unserer Schule zu beteiligen. Außerdem ist es eines meiner Ziele, das Schulklima nachhaltig zu bereichern und eine Brücke zwischen Schülerschaft, Kollegium und Schulleitung zu schlagen.

Die Schule ist der Ort, an dem die Kinder einen Großteil ihrer Zeit verbringen. Mir ist es wichtig, dass dieser Ort nicht nur zum Lernen da ist, sondern dass sich alle hier wohlfühlen. Daher liegen mir die Anliegen der Schülerschaft besonders am Herzen – dazu gehören saubere Toiletten, die Gestaltung des Innen- und Schulhofs sowie die Bereicherung des Schullebens durch Aktionen der SV.

Ich möchte erreichen, dass das Miteinander allen wieder bewusster wird und die Schülerinnen und Schüler merken, dass auch sie etwas bewirken können.

Redaktion: Herzlichen Dank für eure offenen und persönlichen Antworten! Die Schulgemeinde freut sich sehr auf eure motivierenden Impulse und euer Engagement für das Schulleben und die Schülerschaft.

Interview: Alexandra Birker / Adrian Campisi / Claudia Schröder
Foto: Claudia Schröder