Es floss wieder viel Blut am Krimiabend der SV

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  • Beitrag veröffentlicht:15. Juni 2026
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Letzten Freitag versammelten sich 5. und 6. Klässler im Neubau der ASRS, um hautnah, die von der SV in großer Fleißarbeit entstandene Kriminalgeschichte zu entwirren und einen mysteriösen Mord aufzudecken.

Es sollte eine gebührende Feier zum 25jährigen Bestehen der Autofirma „Gestan und Frei“ werden, doch was die Gäste (Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 und 6) dann beim Eintreffen erwartete, entsprach nicht den Vorstellungen von einer fröhlichen Jubiläumsfeier.

Statt eines üppigen Buffets servierte das Küchenpersonal nur Knabbereien. Lief die Firma vielleicht doch nicht so gut wie die beiden Inhaber (Gustavo Frei und Dexter Gestan) es der Presse gegenüber behauptet hatten? Beide Herren wirkten jedenfalls verkracht, während sich ihre Ehefrauen merkwürdig zurückhaltend verhielten. Gegenüber dem Personal (Koch, Küchenhilfe und weiblichem Bodyguard) war Dexter Gestan auffällig unfreundlich und auch über seinen Sohn äußerte sich der Firmenchef abfällig, weil dieser „Nichtsnutz“ es von einer Geschäftsreise nach Papua-Neuguinea nicht rechtzeitig zur Firmenfeier geschafft hatte. Freis Tochter schien ebenfalls nicht gut gelaunt zu sein. Worüber sie wütend mit ihrer Mutter sprach, konnte man als geladener Gast nicht genau verstehen, doch man hörte immer wieder Satzfetzen wie „Affäre“ und „Mit dem? Wie kannst du nur?“.

Als plötzlich auch noch ein brutal wirkender Mann draußen vor dem Saal am Fenster auftauchte und dringend mit Dexter Gestan sprechen wollte, war die Verwirrung perfekt. Er ließ sich auch von Gestans Personenschützerin nicht abwimmeln und sorgte mit seiner lauten Art für ordentlich Aufsehen. Was lief hier? Wieso verhielten sich alle so merkwürdig?? Doch damit nicht genug: Dexter Gestan wurde die ganze Angelegenheit wohl etwas zu viel. Somit ließ sich der herzkranke Mann von seiner Personenschützerin ein Glas Wasser bringen und verließ kurz danach aufgrund eines starken Hustenreizes den Raum.

Auch die übrigen Familienangehörigen und Bediensteten waren plötzlich aus den unterschiedlichsten Gründen verschwunden. Darüber wunderten sich die geladenen Gäste sehr. „Wo sind denn jetzt alle hingegangen?“, fragte sich Maike aus der Klasse 6a. Auch die übrigen Anwesenden überlegten, ob die Jubiläumsfeier nun bereits zu Ende sei. Doch nach und nach trudelten alle wieder ein … nur einer nicht: Dexter Gestan. Nach kurzer Suche stellte man fest: Er ist tot!

Alle Gäste liefen sofort zum Tatort, um sich davon zu überzeugen. Und tatsächlich: Im Flur lag die aus dem Mund blutende Leiche. Sofort kam die Spurensicherung und auch Mitarbeiter der Kriminalpolizei, doch aufgrund einer hohen Anzahl an Krankmeldungen und der Tatsache, dass sich viele Ermittler im Urlaub befanden, war schnell klar, dass der Fall nur mit Unterstützung gelöst werden könnte. Die geladenen Gäste der Klassen 5 und 6 waren sofort bereit zu helfen und machten sich mit ihren Detektivausweisen auf den Weg, um die verdächtigen Personen zu befragen und Beweismittel zu sichern. Viele Fragen tauchten auf: War es Mord? Was hat es mit dem Überwachungsvideo auf sich, auf dem zwei düstere Gestalten zu sehen sind? Hat Dexter Gestan tatsächlich die Katze von dem ehemaligen Inhaftierten Johannes Kowalski getötet und wollte dieser sich deshalb vielleicht an ihm rächen? Hatten Dexter und die Frau seines Compagnons Gustavo Frei wirklich ein Verhältnis und könnte es daher ein Racheakt gewesen sein? Was war das für eine seltsame verschlüsselte Nachricht, die man neben dem Mülleimer finden konnte? Von wem stammte die Sprachnachricht, die von einer Geldübergabe im Schließfach handelte? Hanna aus der Klasse 5d war sich nach kurzer Zeit sicher: „Es muss Johannes Kowalski gewesen sein. Er hat sich vorhin am Fenster schon so auffällig verhalten und bei der Befragung auch sehr aggressiv gesagt, dass Dexter den Tod verdient hat!“ Doch ob sie und ihre Ermittlerkolleginnen damit Recht behielten?

Die kleinen Detektive bekamen zwischendurch immer wieder Ergebnisse aus dem Labor, die zum Teil für noch mehr Verwirrung sorgten, den Kreis der Verdächtigen aber nach und nach auch stärker eingrenzten. Mit Hilfe von Fotos versuchten sie professionell Verbindungen der Personen untereinander herzustellen und Motive zu verdeutlichen.

Als dann aber auch noch der nervös wirkende Sohn des Verstorbenen von der Dienstreise zurückkehrte, wurde schnell klar, dass mit ihm etwas nicht stimmte, denn auch die Inhalte seines Koffers waren sehr verdächtig. Durch geschicktes Kombinieren fanden die Detektivgruppen dann nach circa drei Stunden heraus, wie es wirklich zu dem Mord mit einem seltenen Gift gekommen war. Mit diesem Täter hatte zu Beginn der Ermittlungen jedoch niemand gerechnet. In einer letzten Befragungsrunde wurde die Person dann überführt und gab seine Tat zuletzt auch lautstark zu. „In dem Moment habe ich mich richtig erschreckt!“, gab Julia aus der Klasse 6a zu.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 hatten es in der „Krimi-AG“ unter der Leitung von Frau Gäng und Frau Moritz-Greif erneut geschafft, sich einen kniffligen Fall auszudenken. Seit Beginn des Schuljahres hatten sie an der Story gefeilt, Ideen verworfen, neue Konstellationen entwickelt, Motive gesucht und Beweismittel erstellt. In den letzten Wochen wurden dann die Rollen eingeübt. Das stellte sich als gar nicht so einfach dar. Lisa, die die Frau des Verstorbenen spielen sollte, gab zu: „Ich habe Sorge, dass ich laut lachen muss, wenn die Kinder mich befragen.“ Diese Bedenken hatten auch ihre Schauspielkollegen. Angelina ergänzte: „Was ist, wenn mir keine Antworten auf die Fragen der Kinder einfallen?“. Doch die anfängliche Nervosität legte sich schnell und somit waren alle Beteiligten nach kürzester Zeit mittendrin im spannenden Kriminalfall.

Dass dieser Nachmittag möglich war, ist auch dem engagierten SV-Team zu verdanken. Die Schülerinnen und Schüler waren dabei, um die Kids der Klassen 5 und 6 bei ihren Befragungen zu begleiten. Mit einem Laufzettel zogen sie los und halfen den Kindern bei den Ermittlungen. Alexa und Sarina aus der Klasse 10c waren nun schon zum wiederholten Male als Helfer dabei. Beide waren sich am Abend einig: „Die Krimiabende an der ASRS waren immer etwas ganz Besonderes. Dort haben wir gerne geholfen. Es ist schon schade, dass dies nun unser letzter Einsatz gewesen ist!“.

Auch Frau Förster und Herr Bock waren erneut gekommen, um zu unterstützen. Herr Bock merkte im Vorfeld an: „Ich bin mir sicher, dass wieder viel Blut fließen wird!“. Kurzerhand schlüpfte er an dem Abend dann noch in die Rolle der Spurensicherung und trug am Ende gemeinsam mit Frau Förster die Ergebnisse der Ermittlungen zusammen. In diesem Jahr war zum ersten Mal auch Frau Atar dabei. Sie übernahm die überzeugende Rolle der Labormitarbeiterin, die – aufgrund des Falls – frühzeitig aus dem Urlaub zurückgeholt worden war. Am Ende des Abends resümierte sie: „Es hat mir große Freude bereitet, die kleinen Detektive in die Irre zu führen.“ Auch Herr Schmalt zeigte sich begeistert von der Kombinationsgabe der kleinen Ermittler. Wie schon in den letzten Jahren, blieb er bis zum Ende des Krimiabends und ließ es sich nicht nehmen, die verdächtigen Personen selbst einmal aufzusuchen und schließlich bei der Überführung des Täters dabei zu sein.

Erfüllt und stolz gingen die kleinen Detektive nach Abschluss der Ermittlungen mit ihren Urkunden nach Hause. Alle waren sich einig: „Das hat richtig viel Spaß gemacht!“. Nele merkte zuletzt noch an: „Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei!“ und Hanna ergänzte: „Aber dann darf gerne noch mehr Blut fließen!“ Wir warten es mal ab, auf welche Ideen das Team der nächsten Krimi-AG kommen wird. Frau Gäng und Frau Moritz-Greif waren sich einig: „Es war anstrengend, aber es hat alles gut geklappt und wir sind wieder einmal sehr stolz auf unsere AG-Teilnehmer!“

Text: Kristina Moritz-Greif
Fotos: Kristina Moritz Greif / Denise Förster / Iris Gäng