So vielen Menschen wurde Unrecht getan – Besuch des Films „Schindlers Liste“ im CineStar Remscheid

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrag veröffentlicht:2. Juni 2026
Du betrachtest gerade So vielen Menschen wurde Unrecht getan – Besuch des Films „Schindlers Liste“ im CineStar Remscheid

Am Freitag, den 29.05.26, besuchte der gesamte 8. Jahrgang der ASRS im Cinestar Remscheid den Film Schindlers Liste. Der Kinobesuch fand im Rahmen der aktuellen Unterrichtsreihe zur Lektüre„Ich überlebte – Ein Mädchen auf Schindlers Liste“ von Rena Finder statt.

In dem Film geht es um den Industriellen Oskar Schindler der sich während des Zweiten Weltkriegs in Krakau eine Existenz aufbaut. Aus finanziellen Gründen beschäftigt er nur Juden und leiht sich Geld von ihnen, um eine Emaillefabrik zu gründen, die ihm letztlich großen Reichtum beschert. Als die Brutalität des Holocaust die Stadt Krakau erreicht, riskiert er nicht nur sein Vermögen, sondern auch sein Leben, um seine Arbeiter vor der Deportation zu bewahren.

Das Mädchen, das in dem Schwarz -Weiß Film einen roten Mantel in Steven Spielbergs Schindlers Liste trägt, ist eines der zentralen Symbole des Films. Es steht vor allem für die Unschuld der Opfer und das vergossene Blut. Dadurch wird der Blick des Zuschauers (und der von Oskar Schindler) bewusst auf das Einzelschicksal eines Kindes gelenkt. In dem Buch „Ich überlebte – Ein Mädchen auf Schindlers Liste“ von Rena Finder handelt es sich um ein für Jugendliche aufgearbeiteten bedrückenden Zeitzeugenbericht. In ihm erzählt die Autorin, wie sie und ihre Mutter das Konzentrationslager Auschwitz überlebten. Dies gelang den beiden nur, weil sie auf Oskar Schindlers Liste standen, der zusammen mit seiner Frau Emilie 1200 polnische Juden vor dem KZ rettete, indem er sie in seiner Fabrik in der Nähe des berüchtigten Lages Auschwitz arbeiten ließ. Durch den Film konnten die Schülerinnen und Schüler die Inhalte des Buches noch einmal auf eindrucksvolle und visuelle Weise erleben und besser mit der Geschichte des Buches verknüpfen.

Zudem hinterließ er bei vielen Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck. Neben großem Interesse sorgten vor allem die bewegenden und teilweise schockierenden Bilder für Nachdenklichkeit und intensive Gespräche im Anschluss. „Mich hat der Film wirklich geschockt. Man hat gescheckt was früher passiert ist“, erzählt Lucy (8d). Emily (8c) fand es „krass“, dass so vielen Menschen Unrecht getan wurde. Und Ena (8d) berichtet: „Ich war wirklich berührt, erschrocken und auch schockiert. Mir sind sogar die Tränen gekommen, so schlimm fand ich das alles.“ Sophie (8d) nickt und bekräftigt, dass es ihr auch so gegangen sei.

Gerade als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist es uns wichtig, Schülerinnen und Schüler für die Themen Ausgrenzung, Diskriminierung und die Verbrechen der NS-Zeit zu sensibilisieren. Solche Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zur Stärkung von Respekt, Toleranz und Zivilcourage. Deshalb war es auch sehr wichtig, die Lektüre mit einem visuellen Eindruck zu verstärken und den Schülerinnen und Schülern einen nachhaltigen Eindruck zu vermitteln.

Ein besonderer Dank gilt dem CineStar, das unserer Schule die Möglichkeit gab, den Film am Vormittag zeigen zu können.

Text: Ann-Kathrin Meurers