Wie entstehen eigentlich hochwertige Werkzeuge? Dieser Frage sind wir als Technikkurs der 8. Klasse zum Abschluss unserer Unterrichtsreihe Metallbearbeitung bei einem Besuch der Firma ELORA in Remscheid nachgegangen.
Schon der Empfang war etwas Besonderes: Der Geschäftsführer begrüßte uns persönlich und stellte uns sein Unternehmen vor. Dabei erfuhren wir, dass ELORA ein echtes Remscheider Familienunternehmen mit langer Tradition ist. Gegründet wurde die Firma bereits 1924 von dem damals erst 21-jährigen Großvater der heutigen Unternehmerfamilie, er begann mit der Herstellung von Werkzeugen und deren Vertrieb. Heute werden von hier aus Werkzeuge in die ganze Welt geliefert und für viele namhafte Hersteller produziert. Besonders beeindruckt hat uns, dass in einem Familienunternehmen nicht nur die Produkte wichtig sind, sondern vor allem auch die Menschen, die dort arbeiten.
Nach einer kleinen Erfrischung und einem Gastgeschenk bekamen wir einen Einblick in die große Produktvielfalt von ELORA. Anschließend ging es in die Produktion – und dort wurde es richtig spannend.









Unser Rundgang begann in der Schmiede. Mit Gehörschutz ausgestattet konnten wir den riesigen Schmiedehammer bei seiner Arbeit beobachten. Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Kraft aus glühendem Stahl die ersten Formen eines Werkzeugs entstehen. Danach begleiteten wir den gesamten Herstellungsprozess durch die verschiedenen Fertigungsstationen bis zum fertigen Endprodukt.
Das Beste war: Wir durften nicht nur zuschauen, sondern auch selbst mit anpacken. Immer wieder konnten wir verschiedene Arbeitsschritte ausprobieren. So testeten wir ESD-Zangen bei einer Spannung von 10.000 Volt, bearbeiteten eine Zange mit Hammer und Amboss, durften an einer Drehmaschine einen Steckschlüsseleinsatz herstellen und schließlich sogar eine Knarre zusammensetzen. An jeder Station wurde uns erklärt, warum der jeweilige Arbeitsschritt wichtig ist. Dadurch konnten wir den gesamten Herstellungsprozess nicht nur beobachten, sondern wirklich erleben.
Besonders spannend fanden wir, wie viel Präzision, Erfahrung und Teamarbeit in jedem einzelnen Werkzeug steckt. Viele von uns waren überrascht, wie viele Arbeitsschritte notwendig sind, bis ein fertiges Werkzeug entsteht.

Für uns war dieser Tag viel mehr als nur eine Betriebsbesichtigung. Wir konnten das, was wir im Technikunterricht gelernt hatten, direkt in der Praxis wiederfinden und viele neue Eindrücke sammeln. Besonders gefallen hat uns, dass wir an fast jeder Station selbst aktiv werden durften. Dadurch wurde die Werkzeugherstellung für uns nicht nur erklärt, sondern wirklich erlebbar.



Ein herzliches Dankeschön an die Firma ELORA, den Geschäftsführer und Herrn Sesulka mit seinen Mitarbeitern für die freundliche Begrüßung, die spannende Führung und die vielen Möglichkeiten, selbst mitzumachen. Diesen Besuch werden wir sicher noch lange in Erinnerung behalten!
Text / Fotos Alexandra Birker
