In der Zeit von 6.- 8.5.26 ist der gesamte Jahrgang 6 auf Klassenfahrt gefahren. Die Klasse 6b hatte sich nach Koblenz aufgemacht. Trotz früher Abfahrt war die Stimmung im Bus gut, die Schülerinnen und Schüler waren voller Vorfreude auf die kommenden Tage. Die Jugendherberge in Koblenz befindet sich auf einem Berg, es ist eine ehemalige Festung mit einem riesigen Gelände, auf dem auch immer wieder Konzerte oder andere Veranstaltungen stattfinden.



Die Festung thront über Koblenz und befindet sich genau gegenüber dem Ort, an dem die Mosel und der Rhein zusammenfließen. „Was für eine geniale Aussicht“, freute sich Paul und holte schnell seine Spiegelreflexkamera, um das Panorama einzufangen. Leider regnete es am ersten Tag ein wenig, so dass der Regendunst viel von der Schönheit des Blickes nahm. Doch die Schülerinnen und Schüler waren guten Mutes und nach dem Mittagessen, wurde dann spielerisch das Festungsgelände erkundet. Mit dem Spiel „Wo ist Willi?“ wurde zudem der Zusammenhalt und die Kooperationsbereitschaft der Kinder erprobt.



Nachdem alle das Zimmer bezogen hatten und die Betten gemacht waren, wurde dann nach dem Abendessen in der Abenddämmerung Stockbrot gebacken. Herr Antoniadis, der als begleitender Lehrer mitgefahren war, hatte die tolle Idee, Schokolade in das Stockbrot hineinzuwickeln. Eine Nachtwanderung zu einer nahegelegenen Aussichtsplattform und der nächtliche Besuch eines Spielplatzes beendete den ersten Tag.








Am zweiten Tag machten wir uns auf, um in einen Kletterwald zu fahren. Nach einer halben Stunde Busfahrt und einem kleinen Fußweg eröffnete sich uns ein riesiger Wald, in dessen Grün sich Treppen, Plattformen, Hängebrücken und Seilbahnen befanden. „Oh, man ist das alles hoch“, staunte Julian. Und auch die Mädchen hatten ziemlich Respekt vor der Herausforderung. Nach der Einweisung in die Sicherheitsmontur wurde unter Anleitung ein kleiner Parcours als Übung erklettert und dann war die Klasse 6b fit sich eigenständig den Parcour zu suchen, der sie ansprach und ihnen machbar erschien. Drei Stunden lang kletterten und hangelten sie sich durch den Wald, Paul und Marwin konnten gar nicht genug von den vielen Klettermöglichkeiten bekommen. Verhedderte sich mal einer mit den Seilen konnte er Trainer rufen und sofort kam einer der Klettertrainer, um mit Anweisungen Hilfestellung zu geben. „Das war selbst für mich, als Sportlehrer, eine große Challenge und ich musste mich oft überwinden weiterzugehen. Die Kinder haben sich wirklich selbst übertroffen. Ich bin begeistert von ihnen“, erzählt Herr Antoniadis.





















Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler selbstständig die Koblenzer Altstadt entdecken und dann fuhren wir mit der gläsernen Gondel über den Rhein zurück zur Burg. Nach dem Abendessen stand dann die Klassenparty auf dem Programm. Frau Bulut hatte einen Raum mit Discolichter geschmückt und alles vorbereitet, so dass DJ Antoniadis mit seiner Songauswahl die Klasse begeistern konnte. Eine kleine Nachtwanderung rundete den Abend ab.






Nach dem Freitagsfrühstück ging es dann zurück zum Bus, der uns dann nach Andernach brachte. Im Museum lernten wir alles über Kalt- und Warmwassergysiere, machten Experimente und konnten Wasserdruck selbst erproben. Dann fuhren wir auf einem Schiff den Rhein hinunter, um an der Stelle, an der sich der größte Kaltwassergeysir der Welt befindet, zu ankern. Nach einem kleinen Fußweg, kamen wir an der Stelle an, an der er alle zwei Stunden ausbricht. Unvermittelt schoss er aus der Erde und schraubte sich bis zu einer Höhe von 64 Metern hoch. 15 Minuten dauerte das Schauspiel. „Es ist wirklich unglaublich, wie der Geysir hier, inmitten der Natur, so tüchtig sprüht“, berichtet Jonas. Im Anschluss an das unglaubliche Naturschauspiel machten wir uns auf den Rückweg, erst mit dem Schiff, dann mit dem Bus. Nikita fasste seine Erlebnisse am Ende zusammen und sprach damit Vielen der Klasse aus dem Herzen: „Das war die beste Klassenfahrt, die ich jemals erlebt habe. Ich gebe 10 von 10 Punkte.“
















Text: Claudia Bulut
Fotos: Herr Antoniadis / Claudia Bulut
