Lehrkräfte können Leben verändern und Positives im Schulalltag der Kinder und Jugendlichen bewirken

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  • Beitrag veröffentlicht:21. Mai 2026
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Seit dem 05.05.2026 gibt es zwei neue Gesichter im Lehrerzimmer und in den Klassenräumen. Es sind die beiden Referendare Frau Kaya und Herr Alkan. Für die Homepage haben sie bereitwillig einem Interview zugestimmt, damit die Schulgemeinde sie ein wenig besser kennen lernen kann.

Folgende Fragen hat sich die Redaktion zu diesem Zweck überlegt:

Redaktion: Warum möchten Sie gerne Lehrerin / Lehrer werden? Was reizt Sie an diesem Beruf?

Frau Kaya:  Ich möchte Lehrerin werden, weil ich die Lehrerin sein möchte, bei der Schülerinnen und Schüler sich wohlfühlen und das Gefühl haben, ernst genommen zu werden. Schule ist nicht für alle automatisch ein positiver Ort, und gerade deshalb möchte ich dazu beitragen, dass Unterricht nicht nur als Pflicht wahrgenommen wird, sondern auch Spaß machen kann. Mich reizt an dem Beruf, dass man fachlich arbeitet, aber gleichzeitig viel mit Atmosphäre, Motivation und Beziehung zu tun hat. Ich finde, Lernen funktioniert besser, wenn Schülerinnen und Schüler sich trauen, Fragen zu stellen, Fehler zu machen und sich einzubringen. Für mich ist meine Berufswahl eine bewusste Entscheidung für einen Beruf, in dem man Verantwortung übernimmt und im besten Fall etwas Positives im Schulalltag der Kinder und Jugendlichen bewirken kann.

Herr Alkan: Lehrkräfte können Leben verändern. Genau das macht diesen Beruf für mich so besonders. Lehrkräfte vermitteln nicht nur fachliche Inhalte, sondern begleiten die Schülerinnen und Schüler auch in ihrer persönlichen Entwicklung. Sie prägen Werte, fördern demokratisches Denken und können junge Menschen darin bestärken, ihren eigenen Weg zu gehen. Mich reizt besonders die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler für Schule und Unterricht  begeistern zu können. Ich möchte zeigen, dass Schule nicht nur aus „langweiligem Lernen“ besteht, sondern auch Freude machen kann. Dabei ist es mir wichtig, eine Lernatmosphäre zu schaffen, in der Fehler nicht als etwas Negatives gesehen werden, sondern als Chance, sich weiterzuentwickeln und daran zu wachsen. Lehrkräfte sind Vorbilder, und genau diese Verantwortung motiviert mich sehr.

Redaktion: Warum haben Sie die Schulform Realschule gewählt?

Frau Kaya: Die Realschule habe ich gewählt, weil sie für mich eine sehr ehrliche und lebensnahe Schulform ist. Viele Schülerinnen und Schüler stehen dort an einem Punkt, an dem Schule nicht mehr ganz „Kindheit“ ist, aber die Zukunft auch noch nicht klar vor ihnen liegt. Ich finde gerade diese Übergangsphase spannend: Man merkt, dass viele beginnen, sich selbst, ihre Stärken und ihre Möglichkeiten anders wahrzunehmen. An der Realschule kann man dabei fachlich arbeiten, aber gleichzeitig sehr konkret zeigen, wofür Wissen im Alltag und später im Leben wichtig sein kann.

Herr Alkan: Die Realschule passt aus meiner Sicht besonders gut zu meinen Fächern Geschichte und Praktische Philosophie. Beide Fächer bieten viele Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler in ihrer Lebenswelt abzuholen und aktuelle gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Zudem finde ich die Arbeit an der Realschule spannend, weil hier sehr unterschiedliche Persönlichkeiten und Lebenswege zusammenkommen und man die Kinder und Jugendlichen intensiv in ihrer Entwicklung begleiten kann.

R: Welche Fächer unterrichten Sie und welche Ziele verbinden Sie mit diesem Fach?

Frau Kaya: Meine Fächer sind Mathematik und Deutsch. In Mathematik geht es mir nicht darum, dass alle plötzlich Mathe lieben müssen. Das wäre vielleicht etwas unrealistisch. Mir ist wichtiger, dass Schülerinnen und Schüler merken: Ich kann mich in etwas hineindenken, auch wenn es zuerst schwierig aussieht. Mathematik kann dabei helfen, strukturiert zu denken, Probleme zu zerlegen und dranzubleiben. In Deutsch geht es für mich stark darum, eine eigene Stimme zu entwickeln. Wer sich ausdrücken kann, wer Texte versteht und seine Meinung begründen kann, hat mehr Möglichkeiten, sich einzubringen. Deshalb ist Deutsch für mich nicht nur ein Schulfach, sondern etwas, das sehr viel mit Selbstständigkeit und Teilhabe zu tun hat.

Herr Alkan: Ich unterrichte Geschichte und Praktische Philosophie. Geschichte begeistert mich schon seit meiner Kindheit. Bereits in jungen Jahren habe ich angefangen, Geschichtsbücher zu lesen und Dokumentationen anzuschauen, weil mich historische Ereignisse und Zusammenhänge sehr fasziniert haben. Besonders wichtig ist mir dabei, dass Geschichte nicht nur aus dem Lernen vergangener Ereignisse besteht, sondern auch daraus, Lehren für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen. Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, welche Bedeutung historische Entwicklungen für unsere heutige Gesellschaft haben. Auch das Philosophieren und die Philosophie an sich interessieren mich sehr. Besonders spannend finde ich es, gemeinsam über Fragen des Zusammenlebens, über Werte oder über gesellschaftliche Themen nachzudenken. Im Fach Praktische Philosophie möchte ich die Lernenden dazu anregen, respektvoll miteinander umzugehen und Werte für ein gemeinsames Miteinander zu entwickeln. Gleichzeitig möchte ich sie ermuntern, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, kritisch zu denken und eigene Meinungen reflektiert zu vertreten.

Redaktion: Wie gestalten Sie Ihre Freizeit? Gibt es Impulse aus Ihrer Freizeitaktivität, die mit in die Schule (z.B. für AGs oder Projekte) miteinbringen möchten? 

Frau Kaya: In meiner Freizeit lese ich gerne. Das ist für mich nicht nur Abschalten, sondern auch eine Möglichkeit, andere Perspektiven kennenzulernen. Daraus könnte ich mir gut Impulse für die Schule vorstellen, zum Beispiel in der Bibliothek, durch einen Buchclub oder durch kleinere Leseprojekte. Interessant fände ich, klassische Leseförderung mit dem zu verbinden, was Schülerinnen und Schüler ohnehin mitbekommen: BookTok, aktuelle Jugendbücher oder Bücher, über die gerade viel gesprochen wird. So könnte Lesen weniger nach Pflicht und mehr nach Austausch wirken.

Herr Alkan: In meiner Freizeit lese ich gerne, mache viel Sport und interessiere mich besonders für Fußball. Außerdem gehe ich gerne laufen und spazieren. Ich könnte mir gut vorstellen, mich im schulischen Leben, beispielsweise durch die Unterstützung oder Leitung einer Fußball-AG einzubringen. Ebenso interessieren mich kreative Projekte, etwa im Bereich Theater.

Redaktion: Wie an den ausführlichen Antworten ersichtlich wird, sind beide Referendare ambitioniert, engagiert und brennen für ihren Beruf.  Zudem zeugen sie von vielen interessanten Impulsen für schülernahes Lernen. Deshalb sind wir sehr froh, Sie beide, Frau Kaya und Herr Alkan, in unserem Team an der ASRS zu haben, freuen uns über Ihre Bereicherung und begrüßen Sie sehr herzlich!!!! Vielen Dank für die ehrlichen Antworten.

Text: Frau Kaya / Herr Alkan / Frau Bulut

Foto: Frau Bulut